Forensische Buchhaltung und Betrug: Aufklärung von Kriminalität
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Ein komplexes und vielschichtiges Thema gewinnt zunehmend an Bedeutung. Die Zahl der in den Medien gemeldeten Betrugsfälle steigt stetig. Seit Beginn des Internets und mit den technologischen Entwicklungen nehmen leider auch die Möglichkeiten für kriminelle Straftaten und Betrugsversuche zu. Diese beinhalten, dass sich Individuen oder ganze Unternehmen unrechtmäßig bereichern. Forensische Buchhaltung und Betrug zielen darauf ab, diese Fälle ausfindig zu machen. Oftmals geschieht dies in einem undurchschaubaren Labyrinth finanzieller Transaktionen.
Forensische Buchhaltung und ihre Relevanz
Ein Spezialgebiet der Buchhaltung ist die forensische Buchhaltung. Dabei geht es darum, Betrug und Finanzmanipulationen zu untersuchen. Dies erfolgt auf allen Levels – von Einzelpersonen bis hin zu ganzen Unternehmen. Forensische Buchhalter müssen neben regulären Buchhaltungsfähigkeiten auch viele andere Kompetenzen besitzen. Dazu gehören Wirtschaftsprüfungs-, Analyse- und Untersuchungsfähigkeiten. Sie müssen Wissen über Finanzkriminalität, Gerichtsverfahren und ein gutes Auge für Details haben. Forensische Buchhaltung ist ein weites Gebiet.
Einsatzgebiete der forensischen Buchhaltung umfassen verschiedenste Betrugsfälle. Diese reichen vom Einzelpersonenlevel bis zu unternehmensweiten oder sogar länderübergreifenden Streitigkeiten. Forensische Buchhaltung hilft, Betrüger von seriösen Online-Casinos in Österreich zu unterscheiden. Sie kommt auch zum Einsatz, um Korruption über geschickte Finanztransaktionen zu enttarnen oder Rechtsstreitigkeiten zwischen Nachbarn zu klären.
Was all diese Gegebenheiten gemeinsam haben, ist die Tatsache, dass am Ende ein konkretes Urteil gefällt werden soll. Es geht darum, eine Beweislage zu schaffen, die vor Gericht standhält. Forensische Buchhaltung und Betrug spielen dabei eine zentrale Rolle bei der Identifikation und Aufklärung solcher Beweislagen.
Finanzanalysen verbessern
Finanzanalysen werden ganz allgemein dafür verwendet und zu untersuchen, wie es um die finanzielle Lage einer Person oder einer Unternehmung bestellt ist, um daraus Rückschlüsse auf derzeitige finanzielle Begebenheiten sowie mögliche zukünftige Entwicklungen schließen zu können. Dabei werden Daten analysiert und basierend darauf Entscheidungen getroffen. Blickt man auf den Finanzanalysebereich vom Standpunkt eines forensischen Buchhalters, so geht es bei der Finanzanalyse natürlich vor allem darum, Ungereimtheiten zu entdecken.
Um genau das zu ermöglichen, werden vorhandene Daten genau analysiert und überprüft – dass dabei in der heutigen Zeit und angesichts der teils immens hohen Komplexität der Fälle, die forensische Buchhalter bearbeiten, digitale Lösungen und verschiedene Software-Programme zum Einsatz kommen, ist selbstverständlich. Sogenannte Finanzanalysesoftware kann allerdings immer nur einen Teil der Arbeit übernehmen – letztendlich müssen Aspekte, die von der Software aufgezeigt werden, nämlich jeweils individuell vom Buchhalter geprüft werden.
Interne und externe Finanzanalysen
Finanzanalysen gibt es ganz grundsätzlich aus zwei verschiedenen Blickwinkeln, und zwar einerseits aus interner, andererseits aus externer Perspektive.
- Interne Finanzanalysen werden von Unternehmen vor allem dazu verwendet, um die Unternehmensführung zu unterstützen, Ziele zu definieren und Performance-Verbesserungen zu erzielen.
- Externe Finanzanalysen hingegen haben eine ganze andere Basis: Sie werden von außenstehenden Stellen durchgeführt und sollen Schwächen aufdecken (z.B. bei der Bewertung der Kreditwürdigkeit eines Unternehmens), oder aber mögliche Betrugstaktiken, Steuerhinterziehungen, Korruptionen und ähnliches aufdecken.
Und genau hier kommt der Aspekt der forensischen Buchhaltung ins Spiel. In der forensischen Buchhaltung werden Finanzanalysen genutzt, um das aufzudecken, was vom Verursacher zu vertuschen versucht wird. Software-Lösungen geben hier eine gute erste Grundlage und können bereits auf erste Unstimmigkeiten aufmerksam machen. Betrugsprofis wissen allerdings selbstredend, wie diese Softwareprogramme funktionieren und wie es vermieden werden kann, dass eine solche Software sofort und eindeutig Probleme und Betrug feststellen kann.
Forensische Finanzanalyse
Die forensische Finanzanalyse ist einerseits ein Tool eines forensischen Buchhalters, andererseits aber auch eine eigene Abteilung der Bundesanwaltschaft der Schweiz. Geht es um die Analysen eines forensischen Buchhalters, so spricht man dabei häufig von der sogenannten forensischen Datenanalyse – bei der es sich natürlich in der Regel um finanzielle Daten handelt –, mit welcher wir uns auch hier befassen wollen.
Analysen, die in den Bereich eines forensischen Buchhalters fallen und bei denen die finanziellen Daten analysiert werden, werden als forensische Datenanalyse bezeichnet. Dabei untersucht die forensische Datenanalyse als Teilgebiet der IT-Forensik strukturierte Daten nach möglichen stattgefundenen wirtschaftskriminellen Handlungen. Dabei wird im ersten Schritt eine explorative Datenanalyse verwendet – doch das ist erst der Anfang. Die eigentlichen relevanten Analysen finden darauffolgenden nämlich iterativ statt.
Was bedeutet das? Ganz einfach: Es geht darum, eine Hypothese zu erstellen und danach nach Anzeichen in den Daten zu suchen, die diese Hypothese bestätigen. So ist auch schnell klar, warum hierfür ein forensischer Buchhalter benötigt wird und ein Softwareprogramm alleine nicht ausreicht.
Verbesserungspotential
Geht man nun einen Schritt weiter und blickt auf die Chancen und Möglichkeiten in der forensischen Buchhaltung, so zeigt sich, dass Verbesserungen in der forensischen Buchhaltung vor allem über intensive Schulungen erfolgen können. Zudem ist selbstredend ein hohes Maß an Motivation der Mitarbeiter essentiell und sollte soweit möglich intensiv unterstützt werden. Doch was kann sonst noch getan werden?
- Künstliche Intelligenz (KI) ist das Schlagwort, das heutzutage in aller Munde ist, und das natürlich auch im Bereich der forensischen Buchhaltung bereits einiges an Aufmerksamkeit erhalten hat. Vor allem aufgrund der stets steigenden immensen Komplexität des gesamten Themengebiets wird KI hier seit einiger Zeit in speziellen Szenarien verwendet. Ermittler stehen sich unglaublichen Datenmengen gegenüber, die mühsam durchforstet werden müssen – und das benötigt natürlich unglaubliche Mengen an zeitlichen und somit auch monetären Ressourcen. Durch den Einsatz von KI können diese benötigten Ressourcen hingegen deutlich verringert werden.
- Deep Learning wird, gemeinsam mit Natural Language Processing, dazu verwendet, um in der digitalen Forensik Ermittler zu unterstützen. Das System lernt dabei nach einem ähnlichen Muster, wie es auch das menschliche Gehirn und kann so innerhalb kürzester Zeit Muster erkennen und mit Tags versehen, die dem Ermittler später genau jene Informationen liefern, die benötigt werden.
Im Idealfall arbeiten KI und der forensische Buchhalter somit zusammen, um effiziente Arbeitsabläufe zu garantieren. Den Ermittler ersetzen, das kann KI jedoch definitiv nicht, auch wenn durch die fortschreitenden Technologien im Bereich der Künstlichen Intelligenz durchaus noch einiges an Potential für die Verbesserung der Finanzanalyse forensischer Buchhaltung besteht. Den Fall lösen, das funktioniert letztendlich allerdings erst über die Zusammenarbeit des Ermittlers mit den Algorithmen der Programme.
Diverse Fälle der forensischen Buchhaltung
Der Bereich der forensischen Buchhaltung ist ein sehr weitläufiger. Die Fälle, die von forensischen Datenanalysten bearbeitet werden, vielschichtig und oftmals komplex. Bei der Gestaltung von gerichtlich haltbaren Fällen und der Ausarbeitung aller Details benötigt es deshalb in vielen Bereichen immens spezifisches Wissen. Auf welches Gebiet sich ein forensischer Buchhalter spezialisiert, ist oft nicht ganz klar abzugrenzen, da sich viele der Teilbereiche überlappen. Dennoch wollen wir uns nun einmal etwas genauer ansehen, welches die häufigsten Fälle sind, mit denen sich die Branche konfrontiert sieht.
Der Finanzaspekt und die nötige Analyse großer Datenmengen spielen dabei in allen Bereichen eine große Rolle. Der Untersteht in der Arbeit der forensischen Analysten und Buchhalter besteht vielmehr darin, zwischen den verschiedenen rechtlichen Bereichen unterscheiden zu können und alle Details der jeweiligen Gesetzeslage zu kennen, um folglich Fälle aufbereiten zu können, die vor Gericht standhalten und die gewünschten Ergebnisse bringen können.
Finanzieller Identitätsdiebstahl
Insbesondere seitdem sich das Internet weltweit etabliert hat, ist finanzieller Identitätsdiebstahl ein sehr großes Problem geworden. Es ist die wohl einfachste Art des Identitätsdiebstahls, da dafür lediglich bank- und vermögensbezogene Daten vom Betrüger genutzt werden,und zwar oftmals über einen langen Zeitraum hinweg, bevor es den Opfern der Betrüger überhaupt erst auffällt.
Wie das funktioniert? Es kann ganz einfach sein – beispielsweise indem sich der Betrüger über das Online Banking einer fremden Person einloggt und Überweisungen tätigt. Auch unrechtmäßige Bezahlungen mit fremden Kreditkarten fallen in diesen Bereich, ebenso wie das Beantragen von Krediten im Namen des Opfers.
Konkurs und Insolvenzbetrug
Die eigene Zahlungsunfähigkeit, oder die Zahlungsunfähigkeit eines Unternehmens vorzutäuschen, ist eine Straftat, das ist klar. Im Falle einer Insolvenz beantragt das Unternehmen den Erlass von Schulden, weil es nicht in der Lage ist, diese zu begleichen. Betrüger versuchen bei Fällen des Insolvenzbetrugs vorhandene Vermögenswerte zu verbergen, tätigen Falschaussagen oder machen irreführende Angaben. So soll verhindert werden, dass der Insolvenzverwalter Zugriff auf alle vorhandenen Vermögenswerte bekommt.
Die Insolvenzmasse wird verringert und Güter und Gelder werden rechtswidrig eingezahlt. Hier gilt es, für den forensischen Buchhalter zu ermitteln, an welchen Stellen möglicherweise vorhandene Vermögenswerte verschwunden lassen wurden oder Falschaussagen getätigt wurden – genau das, was der Betrüger natürlich zu verbergen versucht.
Internetbetrug
Der im ersten Punkt erwähnte finanzielle Identitätsdiebstahl kann auch als Internetbetrug angesehen werden. Heutzutage agieren Betrüger vor allem über das Internet. Doch es gibt noch viele andere Wege, wie das Internet eine Gefahr darstellt. Es gibt zahlreiche Chancen für rechtswidriges Handeln.
Die Bandbreite reicht von kleinen Betrügen, wie in Casinos, die hohe Bonitypen 2023 versprechen. Doch diese Betrüger haben nicht vor, den Spielern ihre Gewinne auszuzahlen. Es gibt auch Betrugsfälle, bei denen es um Millionen Euro geht.
Im Falle von Anlagenbetrug können an Börsen und Rohstoffmärkten große Summen gestohlen oder veruntreut werden. Anlagenbetrug wird oft auch als Wertpapier- oder Aktienbetrug bezeichnet. Es geht hier nicht nur um die Verbreitung irreführender Informationen. Auch die Veruntreuung von Geldern, falsche Angaben in der Finanzberichterstattung und die Manipulation von Aktien gehören dazu. Forensische Buchhaltung und Betrug sind entscheidend, um solche Manipulationen aufzudecken und Verantwortliche zur Rechenschaft zu ziehen.